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Sheet music for piano - Karl Czerny - Sonate As-Dur Opus 7

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Karl Czerny - Sonate As-Dur Opus 7 - Cover
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Karl Czerny

Sonate As-Dur Opus 7



  • Instrumentation: Klavier (Piano)
  • Material: PartiturSheet music
  • Miscellaneous: [ Sonata in A-flat Major / Sonate en la bémol majeur ]
  • Publisher:
    Wollenweber
Glossary
  • Item #:
    WOLLE00004
  • Opus: Opus 7
  • Tone: La bémol Majeur / B-flat Major / B-Dur
  • Number of pages: 48 Seiten
  • Misc. Information: Erstausgabe

Further information

  • Description:


    Carl Czerny wurde am 20. Februar 1791 als einziges Kind des Klavierlehrers Wenzel Czerny in Wien geboren. Schon als Dreijähriger versuchte sich Czerny mit dem ersten Klavierspiel, angeregt durch den Beruf des Vaters, der das fnih­wache Talent des Kindes bald erkannte und nach besten Kräften förderte. Im Winter 1799/1 800 führte W. Krumpholtz) den jungen Czerny bei Beethoven ein, der - angetan von dem Vorspiel des neunjährigen Knaben - die künftige Aus-bildung übernahm. Über diese Begegnung, über seinen Unterricht bei Beethoven und die weiteren Stationen seines künstlerischen Werdegangs berichtet Czerny ausführlich in seinen autobiographischen Notizen ERINNERUNGEN AUS MEINEM LEBEN).||Vier Jahre später wird - wiederum von Krumpholz vermittelt - Czerny dem Fürsten Lichnowsky vorgestellt, der ihn von da an regelmäßig zum (auswendigen!) Vortrag aller Beethovenschen Klavierwerke zu sich rief. Nachdem Czerny sich 1806 in einem Augartenkonzert mit Beethovens C-Dur-Konzert auch der Öffentlichkeit bekanntgemacht hatte, galt er in Wien bald als einer der beliebtesten Klaviermeister. Eine wachsende Zald von Schülern - neben Beethovens Neffen Karl vor allem Franz Liszt - brachte ihm verdiente Anerkennung für seine ausgezeiclmete Lehrtätigkeit. Trotz dieser Effolge verzichtete er auf größere Reisen - `Czerny lebte immer sehr zurückgezogen,... daher auch sein beschränkter Umgang mit Kunstgenossen,` berichtete Leopold Sonnleithner) - und widmete sich bis zu seinem Tode am 15. Juli 857 ganz seinen klavierpädagogischen Aufgaben und Kompositionen. Dem kompositorischen Schaffen Czernys mit mehr als 1000 Werken kommt recht unterschiedliche Bedeutung zu.|Neben einem umfangreichen Etüden-Werk, von dem auch heute noch mancher Band im Klavierunterricht unersetzlich ist, so z. B. Schule der Geläufigkeit, 40 tägliche Übungen, scheint der Wert der übrigen Werke - es findet sich darunter Orchester- und Kammermusik - mangels tieferen musikalischen Gehalts vergleichsweise gering.|In fühlbarem Gegensatz dazu stehen nach dem übereinstimmenden Urteil aus heutiger Sicht die Jugendwerke, vor allem die Klaviersonate op. 7 (aus dem Jahre 1810), deren blutvolle, musikalische Sprache - unter Vorwegnahme manch Schubert'- und Mendelssohnscher Ausdrucksmittel - von romantischem Lebensgefühl zeugt. Gewidmet ist die Sonate der Baronin Dorothea Ertmann geb. Graumann (1781 -1849), einer ausgezeichneten Pianistin, die besonders wegen ihres überzeugenden Vortrags der Beethovenschen Sonaten allgemein Bewunderung fand. Um 1803 war auch sie Schülerin Beethovens, so daß hier der um zehn Jahre jüngere Czerny ihre Bekanntschaft gemacht haben dürfte. In seinen Aufzeichnungen findet sich folgende Notiz: Unter den damaligen Damen war 1: von 1800 - 1820 /: die Baronin Ertmann die trefflichste Spielerin der Beethovenschen Werke. Sie und ihr Gemahl Bar. Oberst ,Ertmann gehörten zu seinen intimsten Freunden, und sie war vermutlich seine Schülerin, denn sie spielte 1: bei großer physischer Kraft /: seine Werke ganz in seinem Geiste. (Beethoven widmete ihr die Sonate A-Dur op. 101 mit einem Brief vom 22. Februar 1817.) Über die formale Charakterisierung der Klaviersonate op. 7 von Czerny ist nachzulesen bei P. Egert, woraus abschlie­ßend - stark gekürzt zitiert sei: im ersten Satz `- Indante, Allegro moderato ed espressivo"ist bezeichnend die Kanta­bilität beider Hauptthemen; das abgeleitete zweite Thema ist eigentlich nur die rhythmisch belebte Ausweitung nach Ces-Dur, und das erste bestreitet darnach gleichsam den ganzen Expositionsteil. Geschmackvolle Knappheit lässt nirgends den Eindruck der Eintönigkeit, Einförmigkeit aufkommen. Der langsame Satz ,~dago espressivo e cantabile` in Sonatenform birgt sehr viel Romantisches und nimmt manche Klänge aus der Des-Dur-Baliade von Liszt voraus. Thematisch und tektonisch ist dieser Satz der Beethovenschen Schreibweise tributpflichtig. Künstlerisch auf hoher Stufe steht die Reprise dieses Adagios. Der Nachsatz des sechzehntaktigen Hauptthemas erscheint in der Reprise reich variiert und schließt sich direkt an das Seitenthema an. Höchste und tiefste Lagen umspannt die Coda, die das Hauptthema abschlie­ßend noch einmal durchführt, wobei das akzidentale D über dem Orgelpunkt Des von eigenartiger Klangwirkung ist. (Als ...) Scherzo, frisch erfunden und schwungvoll, geistreich gestaltet steht ein ,`Prestissimo agitato`, an zweiter Stelle, also vor dem Adagio, ein leichtbeschwingtes, flüssig gesetztes Jagdstück; von der anmutigsten Wirkung ist die walzer­artige, kurze melodische Verdichtung ,,dolcissimo', Der vierte Satz ist ein echtes Spielrondo in klassischer Rondoform, der fünfte Satz ist ein ,,Capricciofugato", eine vierstimmige Fuge in as-MolL Der Stil ist an sich nicht polyphon empfun­den, aber doch interessiert dieser Schlußsatz aus mehr als kompositionstechnischen Gründen und ist durchaus nicht ermüdend. In einer langen Episode (cis-Moll), aus Teilen des Themas und des Kontrapunkts gebildet, erscheint auch die Inversion des Themas. Die ziemlich freie letzte Durchführung, die nur die erste Hälfte des Themas verarbeitet, klingt ,,perdendo" aus in die vier ersten Takte des ersten Themas vom ersten Satz: hier knüpft also der Schluß des Werkes an den Anfang an, wodurch die Einheitlichkeit in der Sonate erreicht ist.||Emest Sauter|



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